Verlag

Verlage, eigene Verlagsgründung, Druckereien beauftragen, Agentensuche

Re: Verlag

Beitragvon Fatima Vidal » Fr 2. Okt 2009, 14:35

Also, wer von einem Zuschussverlag zu Normalverlag wechseln will fängt sozusagen bei null an.

Das kann beschwerlich sein, muss aber nicht, wie uns Beat Portmann im Mittwochsperlen-Interview geschildert hat.
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Re: Verlag

Beitragvon detlevwalther » So 20. Dez 2009, 19:14

Ja ja, die Verlage. Ich habe jetzt vor einer Woche eine Absage von einem großen Verlag bekommen, den ich vor 11 Monaten angeschrieben hatte! Begründung: Passt nicht in unser Programm. Ein Wunder, dass die überhaupt geschrieben habe. Vielleicht sollte da gerade ein AZUBI das Verlagswesen lernen.
Egal, ich habe seit Herbst einen Vertrag und im März kommt mein Roman raus. Das Problem ist, dass auch kleine Verlage pro Tag eine Schubkarre voll Papier bekommen.

Wie ich den gefunden habe, ist eine Anekdote für sich. Ich hatte einem Verlag in Berlin das Manuskript zugeschickt. Keine Antwort. Also rief ich an, um mich zu beschweren (ha-ha) und durch eine Fehlschaltung in der Telefonzentrale landete ich im Auto des Verlegers. Nachdem er wusste wer ich war, und ich wusste wer er war, lachten wir herzlich und er sagte - Schicken sie alles noch mal zu meinen Händen, jetzt weiss ich ja, wer sie sind.

Wie sagt Bill Gates? Hinter jedem Erfolg steckt eine Nervensäge, die nicht aufgegeben hat.

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Re: Verlag

Beitragvon Isabella » Mo 21. Dez 2009, 11:04

@Detlev: Danke für die Story! Gibt es irgendwo einen Crashkurs "effizientes Nervensägen"? :D
Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg!!
Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen. Aber anders sind sie auch nicht.
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Re: Verlag

Beitragvon Kalamu » Mi 30. Dez 2009, 10:43

Wie sagt Bill Gates? Hinter jedem Erfolg steckt eine Nervensäge, die nicht aufgegeben hat.


Ist das wirklich von Bill Gates?
Könnte auch von mir sein...
Werde ich mir merken.
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Re: Verlag

Beitragvon detlevwalther » Mi 30. Dez 2009, 11:53

Kalamu hat geschrieben:
Wie sagt Bill Gates? Hinter jedem Erfolg steckt eine Nervensäge, die nicht aufgegeben hat.


Ist das wirklich von Bill Gates?
Könnte auch von mir sein...
Werde ich mir merken.
Blanca


Ich weiss nicht, ob Bill Gates das persönlich gesagt hat, aber es passt zu ihm. Vor einigen Jahren lief mal eine Werbung mit seinem Bild und dieser Unterschrift.

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Re: Verlag

Beitragvon detlevwalther » Do 29. Apr 2010, 13:37

Hallo in die Runde!

Ein Frage an die Juristen.

Wie groß seht Ihr die Gefahr, dass Texte oder ganze Manuskripte wenigstens auszugsweise abgekupfert werden? Wenn ich etwas an einen Verlag oder Agenten schicke, dann habe ich eigentlich alles aus der Hand gegeben. Bei der Vielzahl der Agenten im Internet, auch noch im ganzen deutschsprachigen Bereich, kann ich solche Gefahren vorher nicht erkennen. Oder gibt es da Methoden?

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Re: Verlag

Beitragvon Nina » Sa 1. Mai 2010, 23:00

Ich schätze die nicht so hoch ein. Entgehen kannst Du dem wohl, indem Du Agenturen anschreibst, die einen Ruf zu verlieren haben.
Bei Agenten, die niemand kennt, wäre ich generell vorsichtig - weniger wegen dem Klau, aber es bestehen dann ja auch gewisse Zweifel, dass denen die Verlagstüren wirklich so offen stehen, wie sie es sollten.

Es wird immer wieder empfohlen, sich selbst das Manuskript zu senden, ich bin da aber skeptisch, ob das tatsächlich Beweiskraft hat. (Die Post befördert ja auch nicht fest verschlossene Briefe.) Man kann das auch glaube ich notariell hinterlegen, aber im Endeffekt macht das wohl fast keiner.

Und mal ganz praktisch gesehen: Was bringt das jetzt genau? - Hinter einem erfolgreichen Buch steht ja auch ein Autor, der bereit ist, die Werbetrommel mitzurühren. Und wer soll dann seinen Namen dafür hergeben? - Pseudonyme gibt es, ja, aber in der regelmäßigen Korrespondenz, beim Übersenden der Belegexemplare, der Kontoüberweisung und vor allem beim Unterzeichnen des Vertrags ist es wohl nicht realistisch, dass jemand seine Identität selbst gegenüber dem Verlag auf Dauer geheim hält. Das heißt, der Agent kann schlecht "unauffällig" Bücher klauen und selbst rausbringen. Gut, es gibt sicher für alles Möglichkeiten, etwas zu realisieren, aber mir scheint da der Nutzen des "Klauens" gemessen am Aufwand/Risiko nicht so hoch zu sein. Und die Agentur kann ja davon ausgehen, wenn sie dem Autor nicht schreibt, dass das Manuskript angenommen ist (also eine Ablehnung schickt oder sich einfach nicht mehr meldet), dass der damit noch reihum zu diversen Verlagen und anderen Agenturen zieht. Und das fällt dann auch auf, so viele Verlage gibt es auch nicht - passend zu dem Genre und von einer Größe, dass sich das Veröffentlichen auch finanziell lohnt.

Bei Verlagen denke ich mir auch, dass einem Autor seinen Anteil zu zahlen, ja gar nicht der größte Posten ist. (Ich denke mal, das dürfte das Marketing sein.)
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Re: Verlag

Beitragvon detlevwalther » So 2. Mai 2010, 10:50

Ja, danke Nina. Das sind vernünftige Überlegungen. In Deiner Antwort steckt auch die Erkenntnis, dass die literarische Welt ja kaum ausgerechnet auf dieses Manuskript gewartet hat.
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